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Klassisches Weißbrot ("bread in 5 minutes a day") - master recipe















Mein Bruder Michael backt schon seit Jahren Brot mit der Methode von Ken Forkish und das Brot und sein Pizza-Teig schmecken fantastisch. Dabei ist einiges zu beachten...von der Luftfeuchtigkeit zu den richtigen Temperaturen. Das war mir immer ein bisschen aufwendig, obwohl mich die Idee von selbstgebackenem Brot immer sehr fasziniert hat; besonders seit wir in California leben und gutes Brot nicht so leicht zu finden ist.
Diesen Sommer haben wir bei einem Besuch bei Leslie am Mt. Shasta dieses einfache Brotrezept kennengelernt und angefangen es selbst zu backen, weil es in der Tat einfach und schnell geht. In USA ist es in dem Buch "Artisan Bread in 5 Minutes a Day" (Jeff Hertzberg und Zoe Francois) erschienen und bekannt geworden.
Der Teig kann nach dem Mischen für bis zu 14 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am Backtag entnimmt man einfach die gewünschte Menge und backt; der Rest bleibt im Kühlschrank.

Das Grundrezept ergibt 4 kleine Brote mit ca. 450g. Die Größe reicht Christian und mir gut zum Abendbrot. Dieses Rezept kann für Brotlaibe, Baguette und Brötchen verwendet werden. Der einzige Unterschied ist der Formprozess.

Grundrezept für Weißbrot, Baguette, Ciabatta und Brötchen:
  • 680 g lauwarmes Wasser
  • 10 g oder 1 El Trocken-Hefe
  • 17-25 g oder 1-1,5 Tbsp Salz
  • 910 g weißes Mehl
Teig mischen:
Das lauwarme Wasser mit Hefe und Salz mischen. Das ganze Mehl auf einmal dazugeben und untermischen bis keine trockenen Nester mehr vorhanden sind. Der Teig muss nicht geknetet werden, kann aber. Ich mische alles in einer Küchenmaschine, so dass der Teig ganz automatisch geknetet wird. Das mache ich aber nicht länger als 1 Minute.
Nun den Teig für 2 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend in den Kühlschrank stellen. Die Abdeckung sollte ein Austrocknen verhindern, aber nicht luftdicht sein, da Gase entweichen wollen. Nach diesen ersten zwei Stunden kann auch gleich ein Brot gebacken werden. Je länger der Teig aber gelagert wird, desto mehr entwickelt sich ein leicht säuerliches Aroma.
Falls keine Zeit ist den Teig für 2 Stunden bei Raumtemperatur zu halten, kann er auch gleich in den Kühlschrank. Dann muss man nur ungefähr 24 h warten bevor man die erste Portion entnehmen kann.
Der Teig fällt irgendwann in sich zusammen. Jetzt auf keinen Fall mehr kneten oder den Teig zusammendrücken. 

Formen:
Ein bisschen Mehl auf die Arbeitsfläche geben und auf den Händen verteilen. Nun mit einem Spatel die gewünschte Menge Mehl abstechen:

  • Grapefruit-Größe: Brotleib für ein Pfund Brot
  • Orangen-Größe: Baguette
  • Apfel-Größe: Brötchen
Die Oberfläche mit Mehl benetzen, damit die Klebrigkeit weg ist. Aber nur so viel nehmen wie nötig ist. Es geht nicht darum mehr Mehl in den Teig einzuarbeiten.
Nun den Teig auf einer Hand halten und mit der anderen in den Teig greifen, eine Ecke ziehen und in die Mitte der Oberseite umfalten. Dadurch wird der Eiweißkleber, das "Gluten", gestreckt und der Leib behält beim Aufgehen seine Form. Hier ist ein Video von den Buchautoren, dass dieses Strecken zeigt.
Das so oft wiederholen bis die Oberseite schön glatt ist. Nun die Enden auf der Unterseite zusammenquetschen so gut es geht. Als nächstes den Teig etwas länglich ziehen und auf Backpapier zum Ruhen legen. Das dauert ca. 40 Minuten. In dieser Zeit geht er schon etwas auf, aber das meiste Aufgehen passiert im Ofen.

Backen:
Das Backen kann auf zwei Arten geschehen: a) in einem Tontopf oder einer gußeisernen Pfanne mit Deckel (auf englisch dutch oven) oder b) auf einem Backblech mit einer Schüssel Wasser für extra Dampf. Beides geht sehr gut und hier werde ich jetzt beide Methoden erklären.

a) Topf mit Deckel
Topf und Deckel in den Ofen geben und alles auf 230ºC (450ºF) vorheizen. Mit dem Topf dauert das Aufheizen etwas länger. Das ist vom Herd abhängig und muss individuell bestimmt werden.
Sobald der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht hat, sollte der Topf noch 20-30 Minuten durchgewärmt werden.
Sobald das Gehen vom Teig und Vorheizen vom Ofen abgeschlossen wird, verteilt man noch ein bisschen Mehl auf der Oberfläche, nimmt ein geriffeltes Messer und schneidet 5-6 1cm tiefe Schnitte in das Brot. Das Muster ist einem selbst überlassen.
Nun wird das Brot mitsamt Backpapier in den vorgeheizten Topf platziert und mit Deckel für 20 Minuten gebacken.
Nach 20 Minuten wird der Deckel entfernt, so dass das Brot noch eine braune Kruste bekommt. Das dauert weitere 10-15 Minuten.
Bei größeren oder kleineren Laiben muss die Backzeit angepasst werden. Brötchen brauchen z.B. 20-25 Minuten.

b) Backblech mit Dampf
Backblech und kleine Metallschüssel in den Ofen geben und alles auf 230ºC (450ºF) vorheizen. Hier ist kein Durchwärmen erforderlich.

Sobald das Gehen vom Teig und Vorheizen vom Ofen abgeschlossen wird, verteilt man noch ein bisschen Mehl auf der Oberfläche, nimmt ein geriffeltes Messer und schneidet 5-6 1cm tiefe Schnitte in das Brot. Das Muster ist einem selbst überlassen.
Nun wird das Brot mitsamt Backpapier auf das vorgeheizte Backblech geschoben und Wasser in die Metallschale gegeben, damit sich Dampf entwickelt. Das Brot für 30-35 Minuten backen.

Nachdem das Brot fertig gebacken ist und eine schöne Kruste entwickelt hat, wird es aus dem Ofen genommen und auf einem Kuchengitter für ca. 2 Stunden auskühlen gelassen. Danach kann es angeschnitten werden.

Es lagert sich dann bis zu 2 Tage gut in einem Baumwollbeutel. Am ersten Tag schmeckt es aber am besten.

Roggen-Mischbrot ("bread in 5 minutes a day")















Dieses Brotrezept unterschiedet sich kaum von der Zubereitung des Weißbrots. Es wird genauso gemischt, geformt und gebacken. Allerdings wird ein Teil des Mehls durch Roggenmehl ersetzt und dadurch die Gesamt-Mehlmenge um 10 g reduziert.
Außerdem kommt Kümmel dazu und die Oberfläche wird mit einer Stärke-Glasur bestrichen, damit der Kümmel gut klebt und sich eine glänzende Oberfläche ergibt.

Das Grundrezept ergibt 4 kleine Brote mit ca. 450g.

Grundrezept für Roggen-Mischbrot:
  • 680 g lauwarmes Wasser
  • 10 g oder 1 El Trocken-Hefe
  • 10 g Kümmelsamen
  • 17-25 g oder 1-1,5 Tbsp Salz
  • 120 g Roggen-Mehl
  • 240 g Vollkorn-Weizenmehl
  • 540 g weißes Mehl
Stärke-Glasur:
  • 1/2 Tl Mais- oder Kartoffelstärke
  • 1/2 Tasse Wasser
Teig mischen:
Das lauwarme Wasser mit Hefe, Salz und Kümmel mischen. Die Mehl-Mischung aus Weizen und Roggen-Mehl auf einmal dazugeben und untermischen bis keine trockenen Nester mehr vorhanden sind. Der Teig muss nicht geknetet werden, kann aber. Ich mische alles in einer Küchenmaschine, so dass der Teig ganz automatisch geknetet wird. Das mache ich aber nicht länger als 1 Minute.
Nun den Teig für 2 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend in den Kühlschrank stellen. Die Abdeckung sollte ein Austrocknen verhindern, aber nicht luftdicht sein, da Gase entweichen wollen. Nach diesen ersten zwei Stunden kann auch gleich ein Brot gebacken werden. Je länger der Teig aber gelagert wird, desto mehr entwickelt sich ein leicht säuerliches Aroma.
Falls keine Zeit ist den Teig für 2 Stunden bei Raumtemperatur zu halten, kann er auch gleich in den Kühlschrank. Dann muss man nur ungefähr 24 h warten bevor man die erste Portion entnehmen kann.
Der Teig fällt irgendwann in sich zusammen. Jetzt auf keinen Fall mehr kneten oder den Teig zusammendrücken.

Formen:
Ein bisschen Mehl auf die Arbeitsfläche geben und auf den Händen verteilen. Nun mit einem Spatel die gewünschte Menge Mehl abstechen.
Die Oberfläche mit Mehl benetzen, damit die Klebrigkeit weg ist. Aber nur so viel nehmen wie nötig ist. Es geht nicht darum mehr Mehl in den Teig einzuarbeiten.
Nun den Teig auf einer Hand halten und mit der anderen in den Teig greifen, eine Ecke ziehen und in die Mitte der Oberseite umfalten. Dadurch wird der Eiweißkleber, das "Gluten", gestreckt und der Leib behält beim Aufgehen seine Form. Hier ist ein Video von den Buchautoren, dass dieses Strecken zeigt.
Das so oft wiederholen bis die Oberseite schön glatt ist. Nun die Enden auf der Unterseite zusammenquetschen so gut es geht. Nun den Teig etwas länglich ziehen und auf Backpapier zum Ruhen legen. Das dauert ca. 40 Minuten. In dieser Zeit geht er schon etwas auf, aber das meiste Aufgehen passiert im Ofen.

Stärke-Glasur:
Die Stärke mit dem Wasser glatt rühren. In einem kleinen Topf auf dem Herd kurz aufkochen lassen. fertig! (In der Mikrowelle für 30-60 Minuten erhitzen.)
Die Glasur hält sich für 14 Tage im Kühlschrank.

Backen:
Das Backen kann auf zwei Arten geschehen (siehe "Backen des Weißbrots"). Hier wird nur die schnellere Version auf dem Backblech mit Dampf erläutert.

Backblech und kleine Metallschüssel in den Ofen geben und alles auf 230ºC (450ºF) vorheizen. Hier ist kein Durchwärmen erforderlich.

Sobald das Gehen vom Teig und Vorheizen vom Ofen abgeschlossen wird, nimmt man ein geriffeltes Messer und schneidet 5-6 1cm tiefe Schnitte in das Brot. Das Muster ist einem selbst überlassen. Nun wird das Brot mit der Stärke-Glasur bepinselt und nach Belieben mit Kümmel bestreut. Dieser haftet auf der Glasur besonders gut.
Nun wird das Brot mitsamt Backpapier auf das vorgeheizte Backblech geschoben und Wasser in die Metallschale gegeben, damit sich Dampf entwickelt. Das Brot für 30-35 Minuten backen.

Nachdem das Brot fertig gebacken ist und eine schöne Kruste entwickelt hat, wird es aus dem Ofen genommen und auf einem Kuchengitter für ca. 2 Stunden auskühlen gelassen. Danach kann es angeschnitten werden.
Es lagert sich dann bis zu 3 Tage gut in einem Baumwollbeutel. Am ersten Tag schmeckt es aber am besten.

Spicy Cheese Bread















Ein typischer Samstag in Madison, WI... zum Farmer's Market gehen, ein Spicy Cheese Bread von Stella's an der Ecke Mifflin und Carroll holen, zu Essen während wir ums Capitol von Stand zu Stand laufen und so voll zu sein, dass wir bis Abends nichts mehr zu Essen brauchen. Wie haben wir das vermisst!
Jetzt habe ich endlich ein gutes Rezept gefunden, dass den Geschmack genau trifft und kann es selber backen. Es wurde von den Köchen von Cook's Country Magazin "nachgebacken" und nachdem ich das Rezept gelesen hatte, habe ich es adaptiert und das Challa-Rezept von "Bread in 5 minutes" übernommen. Ich mag diese Teige, weil sie gut vorbereitet werden können und sich mehrere Tage im Kühlschrank halten. In diesem Fall durch die Eier für 5 Tage.

Rezept für zwei Brote (Springform-Durchmesser 26 oder 28 cm):
  • 200 g lauwarmes Wasser
  • 5 g Trocken-Hefe
  • 11 g Salz
  • 2 große Eier
  • 1 Eigelb für die Glasur
  • 85 g Honig
  • 58 g geschmolzene Butter
  • 75 g Weizen-Vollkornmehl
  • 420 g Weizenmehl
Füllung für ein Brot:
  • 120 g Pepper Jack Käse
  • 120 g Provolone Käse
  • rote Chiliflocken nach Belieben
Teig mischen:
Das Wasser mit der Hefe, dem Salz, der Butter und den leicht verquirlten Eiern mischen. Das Mehl zugeben und mit einem Löffel oder Mixer vermengen bis das ganze Mehl eingearbeitet ist.
Die Schüssel abdecken und den Teig für 2 Stunden gehen lassen. Der Teig kann jetzt gleich verarbeitet werden, lässt sich aber gekühlt besser handhaben. Eine Stunde im Kühlschrank reicht aus. Der Teig kann aber bis zu 5 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Einfrieren: Wenn das zweite Brot nicht innerhalb von 5 Tagen gebacken wird, sollte man den Teig am besten gleich einfrieren. Dazu in eine luftdichte Verpackung geben und ins Gefrierfach. Der Teig hält sich so mindestens 6 Wochen. Den Teig 24 Stunden vor dem Backen aus dem Gefrierfach holen und im Kühlschrank langsam auftauen lassen. Dann wie unten beschrieben weiterverarbeiten.

Teig formen:
Zuerst die beiden Käse in 1 cm große Würfel schneiden.
Dann die Hände und die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Nun die Oberfläche mit Mehl benetzen, damit die Klebrigkeit weg ist. Aber nur so viel nehmen wie nötig ist. Es geht nicht darum mehr Mehl in den Teig einzuarbeiten.
Nun den Teig für ein Brot auf einer Hand halten und mit der anderen in den Teig greifen, eine Ecke ziehen und in die Mitte der Oberseite umfalten. Dadurch wird der Eiweißkleber, das "Gluten", gestreckt und der Leib behält beim Aufgehen seine Form. Hier ist ein Video von den Buchautoren, dass dieses Strecken zeigt.
Das so oft wiederholen bis die Oberseite schön glatt ist. Nun die Enden auf der Unterseite zusammenquetschen so gut es geht. Als nächstes den Teig zu einer langen Rolle formen oder ziehen (ca. 70 cm). Mit einem Nudelholz zu einer Dicke von 1 cm ausrollen.
Die Käsewürfel gleichmäßig darauf verteilen. Falls kein Pepper Jack verfügbar ist, kann auch ein anderer, gut schmelzender Käse verwendet werden und zusätzlich Chili-Flocken auf den Teig gestreut werden. Wenn alles gut verteilt ist wird der Teig von der langen Seite her aufgerollt. Die Kanten verschliessen und die Schlange zu einer Schnecke aufrollen. Das Ende unter die Spirale drücken. In die Mitte einer mit Butter eingefetteten Springform setzen, mit einer umgedrehten Schüssel oder einem Tuch bedecken und für ca. 90 Minuten gehen lassen.


Backen:
Den Ofen auf 180ºC (350ºF) vorheizen. Das Eigelb mit etwas Wasser vermischen und damit die Teigspirale einpinseln. Die Chili-Flocken darauf sprinkeln und für 30 Minuten auf dem mittleren Rost backen. Jetzt ist das Brot schon recht gut gebräunt, daher am besten mit Alufolie abdecken und weitere 10 Minuten backen.
Sobald das Brot fertig ist aus dem Ofen nehmen und mit weicher Butter bestreichen. Dann 10 Minuten abkühlen lassen bevor es aus der Form genommen wird. Nach weiteren 30-45 Minuten kann man das erste Stück "abreissen".

Ja, so gut ist es!



Challa-Hefebrot

Challa-Brot wird zum Sabbath am Freitag Abend gegessen. Traditionell laden Familien zu diesem Abendessen auch Freunde ein, um das Fest mit Ihnen zu begehen. Daher waren wir in Madison öfter bei Freunden eingeladen und haben dieses Brot geniessen können.
Ich habe es noch nicht selbst gebacken; nur als Spicy Cheese Bread. Ich will das Rezept hier aber trotzdem vermerken, weil es als Grundrezept für andere Backwaren dienen kann.

Rezept für zwei Zöpfe:
  • 200 g lauwarmes Wasser
  • 5 g Trocken-Hefe
  • 11 g Salz
  • 2 große Eier
  • 1 Eigelb für die Glasur
  • 85 g Honig
  • 58 g geschmolzene Butter
  • 75 g Weizen-Vollkornmehl
  • 420 g Weizenmehl
Teig mischen:
Das Wasser mit der Hefe, dem Salz, der Butter und den leicht verquirlten Eiern mischen. Das Mehl zugeben und mit einem Löffel oder Mixer vermengen bis das ganze Mehl eingearbeitet ist.
Die Schüssel abdecken und den Teig für 2 Stunden gehen lassen. Der Teig kann jetzt gleich verarbeitet werden, lässt sich aber gekühlt besser handhaben. Eine Stunde im Kühlschrank reicht aus. Der Teig kann aber bis zu 5 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Einfrieren: Wenn das zweite Brot nicht innerhalb von 5 Tagen gebacken wird, sollte man den Teig am besten gleich einfrieren. Dazu in eine luftdichte Verpackung geben und ins Gefrierfach. Der Teig hält sich so mindestens 6 Wochen. Den Teig 24 Stunden vor dem Backen aus dem Gefrierfach holen und im Kühlschrank langsam auftauen lassen. Dann wie unten beschrieben weiterverarbeiten.

Teig formen:
Die Hände und die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Nun die Oberfläche mit Mehl benetzen, damit die Klebrigkeit weg ist. Aber nur so viel nehmen wie nötig ist. Es geht nicht darum mehr Mehl in den Teig einzuarbeiten.
Nun den Teig für ein Brot auf einer Hand halten und mit der anderen in den Teig greifen, eine Ecke ziehen und in die Mitte der Oberseite umfalten. Dadurch wird der Eiweißkleber, das "Gluten", gestreckt und der Leib behält beim Aufgehen seine Form. Hier ist ein Video von den Buchautoren, dass dieses Strecken zeigt.
Das so oft wiederholen bis die Oberseite schön glatt ist. Nun die Enden auf der Unterseite zusammenquetschen so gut es geht. Als nächstes den Teig zu einer langen Rolle formen oder ziehen  und in 3 gleich lange Stränge schneiden.
Die Stränge an einem Ende zusammendrücken, um sie zu verbinden. Nun einen einfachen Zopf flechten und die Enden ebenfalls zusammendrücken.
Auf ein Backpapier legen, mit einer umgedrehten Schüssel oder einem Tuch bedecken und für ca. 90 Minuten gehen lassen.

Backen:
Den Ofen auf 180ºC (350ºF) vorheizen. Das Eigelb mit etwas Wasser vermischen und damit den Zopf einpinseln. Für 30 Minuten auf dem mittleren Rost backen. Für kleinere oder größere Zöpfe muss die Backzeit jeweils verkürzt oder verlängert werden
Sobald das Brot fertig ist aus dem Ofen nehmen und mit weicher Butter bestreichen. Dann 10 Minuten abkühlen lassen bevor es aus der Form genommen wird.

Gefüllte Brote, Pizza, Pita und Naan (Abwandlungen der Brot-Grundrezepte)

Hier möchte ich ein paar einfache Regeln und Abwandlungen für die Brot-Grundrezepte vermerken. Alle Rezepte beruhen auf einem dieser Rezepte und können in Menge, Form und Füllungen leicht abgewandelt werden.

1. Füllungen wie Oliven-Brot:
Hierzu kann sowohl das Weißbrot als auch das Mischbrot oder Challa als Basis verwendet werden.
Nach dem Verstrecken des Gluten wird der Teig zu einem Rechteck ausgerollt. Je besser die Zutaten wie Oliven nachher im Brot verteilt sein sollen, desto dünner (bis zu 1 cm) sollte der Teig ausgerollt werden. Beim Rollen bilden sich sonst nämlich dicke Teiglagen und damit Nester von Teig und Oliven.
Für ein 450 g Brot nehme ich 2 Handvoll Oliven und verteile sie gleichmäßig auf dem Teig. Nun von der langen Seite her aufrollen und eine Rolle bilden. Wenn der Teig klebt, macht das nichts. einfach mit einem Messer oder Spatel nachhelfen.
Die Rolle dann wieder zu einer Spirale aufrollen und zu einem länglichen Laib formen. Auf Backpapier legen und für ca. 90 Minuten ruhen lassen. Das ist fürs Gluten wichtig und sollte immer gemacht werden, wenn der Teig "mechanisch" beansprucht worden ist.

Wie gewohnt einschneiden und mit Mehl oder Stärke-Glasur betreichen und backen.

Als Füllungen kann man Oliven, getrocknete Tomaten, karamellisierte Zwiebeln, Knoblauchzehen oder größere Nüsse wie Walnüsse einarbeiten. Im Challa sind auch Käsestücke wie hier beim Spicy Cheese Bread schmecken hervorragend oder andere süße Zutaten wie Nussaufstriche, Rosinen oder Apfelstücke.

Kleinere Nüsse oder Samen wie Sonnenblumenkerne können besser direkt mit dem Mehl beim Mischen des Teiges eingeknetet werden. Das gleiche gilt für Gewürze wie Safran oder Kümmel.

2. Pizza, Pita und Naan
Für diese zwei Köstlichkeiten passt am besten das Weißbrot-Grundrezept. Dazu wird der Teig in Orangen-Größe aus dem Kühlschrank genommen und wie gewohnt gestreckt.
Für die Pizza als ein "Laib" für die Pita und Naan als 4 kleine Bällchen.
Nach dem Strecken wird der Teig mit einem Nudelholz ausgerollt. Sollte der Teig kleben, etwas mehr Mehl verwenden oder diese Klebrigkeit nutzen, um ihn weiter ausrollen zu können. Springt der Teig elastisch zurück und ist schwer auszurollen, einfach ein paar Minuten ruhen lassen, damit er sich entspannt. Dann weiter ausrollen bis die gewünschte Dicke erreicht ist. Ideal ist 0.8-1 cm.

Für die Pizza
Vorsichtig auf ein Backpapier transferieren und mit der Tomatensoße und den gewünschten Zutaten und Käse belegen. Im vorgeheizten Backofen bei 250ºC (idealerweise auf einem Pizzastein) in 10-15 Minuten (je nach Dicke) knusprig braun backen.

Für die Pita-Brote
Einen Pizzastein auf 250ºC vorheizen. Die 4 dünnen Fladen gleichzeitig oder nacheinander (abhängig von der Größe vom Pizzastein) auf den Stein schieben und 6-8 Minuten backen bis der Teig leicht gebräunt und aufgegangen ist. Um die weiche Kruste zu bekommen, die Brote aus dem Ofen nehmen, in ein Baumwollgeschirrtuch wickeln und auf einem Rost auskühlen lassen. Die kühlen Pitas können in einer Plastiktüte aufbewahrt werden.

Für die Naan-Brote
Die Brote sollten nicht größer sein als die Pfanne die zum Backen zur Verfügung steht. Am besten ist eine Cast Iron Pfanne verwenden oder ein Pfanne, die mit einem Deckel abgedeckt werden kann.
Ghee in die Pfanne geben und stark erhitzen. Es sollte natürlich noch nicht rauchen.
Den Teigfladen in die Pfanne geben und die Hitze auf mittel reduzieren. Dann die Pfanne abdecken, damit der Dampf und die Hitze eingeschlossen werden.
Nach ca. 3 Minuten oder wenn es anfängt gebräunt zu riechen, den Fladen umdrehen und ggfalls die Hitze reduzieren. Für weitere 2-6 Minuten auf dieser Seite backen bis auch hier eine schöne Bräune zu sehen ist.
Den Fladen aus der Pfanne nehmen, mit gehacktem Koriander bestreuen und servieren.

Zwiebel-Spinat-Olivenöl-Brot




















Brot ohne Hefe, aber mit sehr viel Geschmack!

Zutaten für einen Laib Brot/ 26 cm Kastenform
  • 3 Tl Olivenöl
  • 1 große Zwiebel in dünnen Scheiben
  • 1/2 Tl Salz
  • 2 Tassen frischen Spinat
  • 2 gepresste Knoblauchzehen
  • 2 1/2 Tassen Mehl
  • 2 Tl Backpulver
  • 1/2 Tl Salz
  • 2 Eier
  • 3/4 Tasse Milch
  • 2/3 Tasse Olivenöl
  • 50 g Fetakäse zerkrümmelt
  • Fett und Mehl für die Backform

Den Ofen auf 180ºC vorheizen. Zwei Tl Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin mit einem 1/2 Tl Salz für ca. 10 Minuten golden-braun anrösten. 
Einen weiteren Tl Öl zugeben und den Knoblauch sowie den Spinat unterrühren. Für ca. 1 Minute weiterrühren bis der Spinat zusammen gegangen ist. Dann vom Herd nehmen und beiseite stellen.
Nun in einer Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und Salz vermischen. In einer zweiten Schüssel die Eier mit Milch und Olivenöl verquirrlen.
Nun die Mehlmischung zu den Eiern geben und solange rühren bis die Mischung gerade vermengt ist. Nicht zu sehr rühren, da der Teig sonst zäh wird. Als nächstes die Spinatmischung und den Feta-Käse unterziehen.
Die Backform mit Butter einstreichen und mit Mehl bestäuben. Dann den Teig einfüllen und die Oberfläche glatt streichen. Für ca. 35-40 Minuten backen bis die Oberfläche leicht braun wird und ein Zahnstocher beim Hineinstechen "trocken" herauskommt. Herausnehmen und noch für weitere 15 Minuten in der Backform belassen. Erst dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

das einfachste Brot der Welt

Luftig, locker, simpel, schnell - das sind die Attribute für dieses Brot! Das Mischen der Zutaten dauert ca. 5 Minuten. Dann steht das Brot einen Tag und braucht dann ca. 1 Stunde im Ofen. Schneller und einfacher kommt man nicht an ein selbst gebackenes Brot. Und es schmeckt einfach super!
Bei einer größeren Teigmenge muss auch die Backzeit verlängert werden. Damit habe ich allerdings noch nicht experimentiert.

Zutaten für ein (kleines) Brot
  • 400 g Vollkorn-Mehl (z. B. 100 g Dinkel- und 300 g Weizenmehl)
  • 320 ml lauwarmes Wasser
  • 1 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Trockenhefe 
  • evtl. Körner (Quinoa, Amaranth) oder Samen (Sesam, Sonnenblumen-, Kürbiskerne)
Mehl, Salz, Hefe und evtl. Körner in einer Schüssel mischen. Wasser zugeben und mit der Hand soweit durchmischen, dass es keine trockenen Nester mehr gibt. Durch die Zugabe von Körner kann etwas mehr Wasser nötig sein. Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen. Die Schüssel mit einem Deckel oder Folie abdecken und 18 Stunden stehen lassen. Nach dieser Zeit hat sich eine blubbrige Teigmasse gebildet.
Einen Topf ( mind. 4 Liter) mit Backpapier auslegen und den Teig hinein gleiten lassen. Den Topf mit einem Deckel verschließen. Am besten eignet sich ein Edelstahl- oder gußeisener Topf ohne Kunststoffteile.
Den Topf in den auf 250°C vorgeheizten Backofen geben. Nach 5 Minuten Temperatur auf 230 °C reduzieren und weitere 30 Minuten backen. Dann den Deckel vom Topf nehmen und das Brot bei unveränderter Temperatur von 230°C ca. 20 Minuten je nach gewünschtem Bräunungsgrad fertig backen.